DIY-Naturkosmetik

Montag, 31. Juli 2017

DIY-Naturkosmetik

Ein neuer Trend nimmt immer mehr Fahrt auf: selbstgemachte, natürliche Kosmetikprodukte. Was beachtet werden sollte.

Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, stellt seine Kosmetikprodukte selbst her. Dann weiß man immer zu 100 %, was drinnen ist, und wo die Rohstoffe herkommen.

Der Trend zur Do-It-Yourself-Kosmetik startete schon vor einigen Jahren, nahm aber vor allem in letzter Zeit richtig Fahrt auf. Immer mehr Menschen rühren ihre Peelings, Deos und Cremen selbst an.

Trend zum Selbermachen

Warum stellen nun aber immer mehr Menschen ihre Kosmetikprodukte selbst her? Dieser Trend hängt mit der zunehmenden Digitalisierung zusammen. In Zeiten, wo man den ganzen Tag am Computer arbeitet, fehlt das Gefühl, wirklich etwas geschafft zu haben; es gibt schließlich kein Ergebnis, das man wirklich berühren, spüren, betrachten kann. Die Menschen sehnen sich immer mehr danach, wieder mit den eigenen Händen zu arbeiten, den Herstellungsprozess zu spüren und dabei auch kreativ zu werden.

Außerdem nimmt wertorientierter und nachhaltiger Konsum stetig zu und da spielt das Selbermachen natürlich eine große Rolle.

Vorteile & Vorsicht

Heute kann problemlos das ganze Sortiment an zeitgenössischer Haut-, Körper- und Haarpflege zu Hause hergestellt werden. Das bringt viele Vorteile, bei ein paar Aspekten muss man aber auch vorsichtig sein. Schauen wir uns das genauer an:

Vorteile

  • Günstiger
    Grundsätzlich gilt für DIY-Kosmetik: Sobald man sich die grundlegenden Zutaten einmal gekauft hat, ist DIY-Kosmetik viel billiger als alles, was man sonst kaufen kann.
  • Weniger Müll
    Weil man Gefäße und Tiegel immer wieder verwenden kann, entsteht weniger Müll. Damit tut man der Umwelt etwas Gutes.
  • Spaß
    DIY-Kosmetik macht einfach Spaß.

Dinge, die beachtet werden müssen

  • Hygiene
    Das ist der allerwichtigste Punkt, wenn man selbst Kosmetik herstellt. Alle Utensilien müssen immer ganz sauber sein, sonst kommt es schnell zu Verunreinigungen. Weil weder künstliche noch natürliche Konservierungsstoffe verwendet werden, kann es bei unsauberer Arbeit zu Infektionen kommen.
  • Haltbarkeit
    Weil bei DIY-Kosmetik nur frische Zutaten verwendet werden, ist die Haltbarkeit sehr begrenzt. Am besten orientiert man sich immer an der Zutat, die am schnellsten verdirbt.
  • Unverträglichkeiten
    Nicht jeder Mensch verträgt jeden Stoff. So kann z. B. die eigentlich pflegende Kamille bei einigen Personen zu Hautproblemen führen. Weiß man nicht sicher, ob man eine Zutat verträgt, besteht immer die Möglichkeit von Hautirritationen.

Nun, da wir uns Vor- und Nachteile von DIY-Kosmetik angeschaut haben, folgen noch zwei einfache Rezepte. So können Sie selbst ausprobieren, ob DIY-Kosmetik etwas für Sie ist. Rohstoffe für die DIY-Kosmetik finden Sie übrigens hier.

Deo-Creme

Hier haben wir ein Rezept für eine Deo-Creme, die täglich verwendet werden kann.

Zutaten:

30 g Sheabutter

10 g Traubenkernöl 

3 TL Maisstärke

3 TL Alaun-Steinpulver

5 Tropfen ätherisches Teebaumöl

5 Tropfen ätherisches Lavendelöl 

Herstellung:

  1. Lösen Sie die Sheabutter und das Traubenkernöl in einem Wasserbad auf.
  2. Mischen Sie mit einer Küchenmaschine die Maisstärke und das Alaun-Steinpulver zusammen.
  3. Wenn die Sheabutter geschmolzen und mit dem Traubenkernöl gut vermischt ist, geben Sie die Flüssigkeit zu der Maisstärke-Steinpulver-Mischung.
  4. Rühren Sie alles gut durch.
  5. Lassen Sie die Masse abkühlen und Mischen Sie dann die ätherischen Öle darunter.


Anwendung:

Einfach morgens bei Bedarf auftragen.

Wimpernstärkendes Mittel

Dieses Rezept verstärkt die Wimpern auf natürliche Weise mit nur drei Zutaten.

Zutaten:

70 % Ricinusöl

25 % Arganöl 

5 % Vitamin E 

Herstellung:

  1. Dieses Wimpernstärkungsmittel ist ganz einfach herzustellen. Wiegen Sie die Zutaten einfach in Ihrem Verhältnis miteinander ab, mischen Sie sie zusammen und füllen Sie alles in einen kleinen Flakon.
  2. Die Mischung kann sofort verwendet werden.
  3. Wichtig: Bitte arbeiten Sie sehr sauber!

Anwendung:

Am besten verwenden Sie einen alten und gewaschenen Mascara-Applikator und geben Sie damit das Mittel direkt auf die Wimpern. Alternativ können Sie eine kleine Menge auf ein Wattepad geben und vorsichtig bei geschlossenen Augen auf die Wimpern drücken. Das Mittel kann auch für die Augenbrauen verwendet werden.

Für optimale Ergebnisse sollten Sie das Mittel jeweils vor dem Schlafengehen für mindestens zwei aufeinanderfolgende Wochen anwenden.